Varizen Verödungstherapie

Varizen - Verödungstherapie

Welche Varizen kann man veröden?

Die Verödungstherapie von Varizen ist eine alte Technik. Dabei wird in die erweiterten Venen ein steriles Entzündungsmittel eingespritzt. Dieses führt zu einer Venenentzündung und über diese zu einem Verkleben der behandelten Venen.

Für so genannte „Besenreiser“ oder Venuloektasien ist die Verödungstherapie nach wie vor die beste und zugleich kostengünstigste Methode. Handelt es sich um kleine Hautvenen, lassen sich durch Verödung bei niedrigem Risiko sehr gute kosmetische Ergebnisse erzielen.

Ist das Bein einmal durch mehrere Sitzungen auf einen guten kosmetischen Stand gebracht, reichen im Idealfall wenigen Sitzungen im 1-2jährigen Abstand, um dieses kosmetische Ergebnis auf Dauer zu halten. Wie bei der operativen Venentherapie gilt allerdings, dass die Therapie die angeborene Neigung zur Bildung von erweiterten Venen nicht dauerhaft verändern kann sondern die Beine in Kontrolle bleiben müssen. Das Ausmaß der Neigung bestimmt die Therapiefrequenz. Ausmaß, Verteilung, Form und Größe sind sehr individuelle, das Ergebnis aber wesentlich beeinflussende Kriterien. Eine individuelle Aufklärung vor jeder Verödungstherapie ist daher notwendig.

Die in letzter Zeit wieder propagierte Verödung von größeren Varizen (Nebenastvarizen und sogar Stammvarizen) als Alternative zum operativen Entfernen, ist aus meiner Sicht sehr kritisch zu hinterfragen. Natürlich neigt der Patient dazu, Operationen beinahe um jeden Preis zu vermeiden. Während aber die Verödungstherapie von kleinsten Hautvenen als völlig ungefährlich eingestuft werden kann, stellt die Verödungstherapie von Nebenästen oder gar Stammvenen eine unkontrollierbare Therapieform dar, weil dafür eine wesentlich höhere Konzentration des Verödungsmittel notwendig ist.

Kein Therapeut kann mit Sicherheit ausschließen, dass das in diesem Fall konzentrierte Verödungsmittel auch Schäden an Venenabschnitten anrichtet, die nicht für die Verödung vorgesehen waren. Davor schützt natürlich auch eine „duplexsonografische Kontrolle der Verödung“ nicht.

Dem Patienten ist daher zu raten: suchen Sie sich Ärzte, Ambulanzen oder Institutionen, die prinzipiell die gesamte Breite der Venentherapie – sowohl konservativ wie auch operativ - beherrschen und anbieten können. Dort ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass das für Ihren individuellen Venenstatus richtige Therapieverfahren ausgewählt wird.

Was kann die Schaumverödung?

Bei der Schaumverödung wird das gleiche Verödungsprinzip wie oben beschrieben angewandt. Der Unterschied besteht lediglich im Verödungsmittel, das aus gleicher Substanz geschäumt wird. Dies soll Vorteile bei der Verödung größerlumiger Venen bringen. Für die Besenreiservarizen ist dies nicht geeignet bzw. nicht notwendig. Für einzelne kleine Rezidivseitenäste nach Operation ist diese Methode gut geeignet.